„Abends, 18.30 Uhr: Wir stehen zusammen und sind allesamt ziemlich aufgeregt. Gerade haben wir uns zu einem letzten Gebet getroffen, nun geht es los. Vorbereitet sind wir, haben monatelang ein Seelsorgeseminar abgeleistet, Nacharbeitsgruppen vorbereitet, Musik und Sketche einstudiert … aber nun geht es wirklich los!
Der Saal im Bürgerhaus Rehme ist voll!!! Das hatten wir ganz leise gehofft, aber nicht wirklich damit gerechnet. Warum eigentlich nicht?
Wir trennen uns und verteilen uns: Sven, Thorsten, Ralf, Detlef, Hanna, ich …Und nun steigt auch mein Lampenfieber. So viele Leute … wo ist mein Platz? Wie erkenne ich, ob jemand ein Gespräch sucht? Aufdringlich sein ist blöd … Und wie finde ich dann die richtigen Worte? Werden überhaupt Menschen nach vorn gehen, werde ich überhaupt gebraucht? … Ich versuche, meine Gedanken von mir selbst weg zu lenken, dahin, wohin sie gehören. Auf Gott und sein Wirken heute Abend. Gerade haben wir darum gebetet!
Menschen gehen nach der Predigt nach vorn, wollen tatsächlich ihr Leben Jesus geben. Das ist krass. Ehrlich, damit hatten wir nicht gerechnet. Anderswo, ja, aber doch nicht in Ostwestfalen! – Ich stehe nicht vorn an der Bühne, ich komme mit jungen Leuten ins Gespräch, die nicht nach vorn gegangen sind, aber auch Fragen haben, sich mitteilen möchten … Warum habe ich bloß gedacht, das wird schwierig werden? Das hab ja alles gar nicht ich in der Hand …“

Das ist ein Tagebucheintrag von mir, vom 17. März 1993! Die Veranstaltung hieß damals „Pro Christ“ und wurde über eine Riesenleinwand ausgetragen, Prediger war Billy Graham. Für mich als jungen Christen war das eine krasse Erfahrung. Viele meiner Freunde damals hatten mit Gott, und Jesus Christus, eher null zu tun. Ich war oft in Erklärungsnot oder fühlte mich belächelt, oder habe es zu meiner Schande auch gleich ganz gelassen. Da war es richtig gut, sie mal einladen zu können, mal andere „dran“ zu lassen. Die sind nicht alle Hals über Kopf Christen geworden, aber alle hatten was zum Nachdenken, danach ;-)

Vom 17. bis 24. Mai gibt es in der Kampahalle in Minden die Veranstaltung „Leben finden“ mit Ulrich Parzany. Nicht so groß wie damals, nicht mit Leinwandübertragung à la USA. Aber mit einem Menschen, der Jesus Christus zur Hauptfigur seines Lebens gemacht hat, dem es einfach wichtig ist, lebenswichtig, anderen davon zu erzählen. Es kann spannend sein, heraus zu finden, worum es bei diesem christlichen Glauben geht. Warum das Thema „Leben finden“ genannt wurde. Welches Leben? Ich habe doch meins? Oder das eines anderen? Oder ist das überhaupt ganz anders gemeint? Oder, oder …
Wenn du Christ bist, finde dich getrost bei dieser Veranstaltung ein. Es werden keine alten Geschichten gedroschen, du findest was für dich dabei, versprochen. Wenn du jemanden mitbringen möchtest, dann tu das. Und wenn du am letzten Tag noch einlädst. Und wenn du dir auch gar nicht sicher bist. Und wenn du vielleicht nicht im Vorfeld schon wochenlang für diese Person gebetet hast. Tu‘ s einfach.
Und wenn du jetzt vor diesem Text stehst und denkst: was soll das denn hier alles, wovon redet die, worum geht‘ s eigentlich … dann komm sowieso vorbei, auf jeden Fall! Versuch‘ s mal raus zu finden.

Sei dabei!

Die genauen Termine findest du in unserem Kalender oder auf der Internetseite: www.leben-finden.de



Leben finden