Gott will mich

Mit den Königstöchtern lesen wir seit geraumer Zeit gemeinsam das Buch „Gott will mich“ von Donna Partow. Dort geht darum, wie Gott uns Frauen gebrauchen kann.

Doch wie können wir in unserem Umfeld etwas bewirken?

Müssen wir vollkommen sein, um ein Werkzeug in Gottes Hand zu sein? - Nein!

Er findet oft Gefallen daran, die unwahrscheinlichsten Leute auszusuchen, um seine Ziele in dieser Welt zu erreichen. Egal, wer wir sind, wenn wir unser Leben Gott übergeben, dann können wir ein Werkzeug in Gottes Hand werden. Doch dann stellen wir uns die Frage: „Welches Werkzeug bin ich in Gottes Haus?“
Paulus schreibt in 2. Timotheus 2,20-21: „In einem wohlhabenden Haus gibt es Gefäße aus Gold und Silber und andere aus Holz und Ton. Die teuren Gefäße werden für besondere Anlässe benutzt, die preiswerten dagegen für das tägliche Leben. Wer sich von solchen Menschen fern hält, wird wie eins der teuren Gefäße sein: rein, nützlich für den Hausherrn, geeignet für alles, was gut ist.“
Vielleicht fühlen wir uns wie ein verstaubter alter Becher, der auf dem Regal vergessen wurde, oder wie ein hässlicher Wassereimer, den jemand am Straßenrand liegen gelassen hat. Wenn wir nicht in dem Bewusstsein leben, ein Werkzeug in Gottes Hand zu sein, dann würde das Entdecken unserer Geistesgaben nicht den tatsächlichen Schwachpunkt in unserem Leben beseitigen. Der Wendepunkt ist nämlich genau dann in Sicht, wenn wir verstehen, wie und warum Gott durch so schwache menschliche Gefäße wirkt, wie wir es sind. Wenn wir das verstanden haben, dann wird Gott uns auf erstaunliche Weise gebrauchen.
Möchtest Du ein Werkzeug in Gottes Hand sein?
Lass deine Pläne los, große Dinge für Gott zu tun, und klammer dich an die Wahrheit, dass Gott im Stande ist, durch ein unvollkommenes Gefäß, wie uns, zu wirken. Wenn wir Gott dienen wollen, müssen wir den Zweck, zu dem Gott uns geschaffen hat, akzeptieren, selbst wenn die nicht das Leben ist, das wir selbst für uns erträumen. Ein gutes Beispiel ist Gideon. (Richter 6) Er war nur ein Bauer. Trotzdem war Gideon Gottes Mann für diese Aufgabe. Gott ist nicht interessiert an unseren Entschuldigungen und Ausreden. Wenn Gott uns ruft, dann ist alles, was er von uns erwartet, unser Gehorsam, und er selbst kümmert sich um den Rest. Erwarte nicht von vornherein alle Antworten. Gott übernimmt die Verantwortung für das Ergebnis. Sogar wenn wir stolpern und hinfallen, kann Gott uns noch gebrauchen, denn unser Leben wird zur Warnung für andere, dass wir durch Satans listen verwundbar sind. Wenn wir uns Gott wieder zuwenden, dann dürfen wir zuversichtlich glauben, dass er uns wieder annimmt.

In der Bibel gibt es viele Beispiele für Werkzeuge Gottes, z.B. Jakob, ein Betrüger und höchst eigenwillig: Er wurde zum Stammvater des Volkes Israel. Oder Jeftah, wegen seiner Herkunft in Israel verachtet und deshalb Räuberhauptmann geworden: Er befreite Israel von den Ammonitern. Auch Rahab, eine Prostituierte, die ein unmoralisches Leben in einer völlig unmoralischen Umgebung führt: Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Einnahme des verheißenen Landes durch die Israeliten.
Paulus, ein eifriger Verfolgender ersten christlichen Gemeinden und begeisterter Zeuge der Steinigung des ersten christlichen Märtyrers: Er brachte das Evangelium den Heidenvölkern und schrieb mehr Bücher des neuen Testaments als jeder andere.
Aber warum benutzt Gott die unvollkommenen Werkzeuge? Durch die Wahl dieser augenscheinlich ungeeigneten Werkzeuge - die Welt hält es für töricht - zeigt Gott, dass sogar seine scheinbar törichten Gedanken weiser sind als die Weisheit der Menschen.
Der Ruhm gehört Gott, und der Mensch wird in seiner Beziehung zu seinem Schöpfer wieder zurechtgebracht. Jakob hätte eine solche Freude für Isaak sein können, dass sein Vater ihm freiwillig den Segen gegeben hätte. Er wäre nie geflohen, er hätte nie bei Laban hart arbeiten müssen. Er hätte ein Mädchen aus der Nachbarschaft geheiratet und ganz normale Kinder bekommen. Was für ein Glückspilz.. Na ja.

Wenn wir verstehen, wie und warum Gott unvollkommene Werkzeuge gebraucht, dann wird unser Vertrauen gestärkt, im Glauben zu leben, denn wir wissen: Gott kann und wird uns gebrauchen.