Da war doch mal … ein Hauskreis, zusammengesetzt aus Mitgliedern verschiedener Gemeinden. Man traf sich reihum in den Wohnzimmern. Und wenn Gott es in die Herzen legt, dann keimt der Wunsch, eine eigene Gemeinde zu gründen.
Diese Gemeinde entstand, veränderte sich, sie hat verschiedene Phasen durchlaufen, Mitglieder kamen und gingen, die Leitungsstrukturen wechselten … nun sind wir bereits 15 Jahre alt und ich denke, ein kleiner Rückblick ist mal dran.

Weihnachten 2000: wochenlang wurde gewerkelt, renoviert, Wände wurden gestrichen, Teppichboden verlegt … dann können die Räumer im alten „Wömpner-Gebäude“ in Rehme bezogen werden.
Der erste Gottesdienst: am 1. Weihnachtstag 2000.
Die Anfänge sind zunächst noch klein. Man trifft sich am Sonntag in der Gemeinde, der Rest der Welt weiß noch nicht viel von der GuteNachrichtGemeinde. Bald stoßen einige neue Gäste dazu. Darunter Menschen, die seit Jahren für eine Freie Gemeinde in Bad Oeynhausen beten. Andere kommen aus Neugier. Eine junge Frau erzählt, dass sie vor Jahren eine Vision von einer Freien Gemeinde in einem Gebäude am Alten Rehmer Weg hatte (dort liegen die Räume der Gute Nachricht Gemeinde zu dieser Zeit). Christen leben von der Gemeinschaft mit ihrem Herrn und miteinander. Man trifft sich im Gebetskreis und in den Hauskreisen, bald gibt es neben Gottesdienst und Sonntagsschule auch eine Kinder-, eine Teenie- und eine Jugendgruppe. Gemeinsame Unternehmungen gehören für die junge Gemeinde dazu: der Gemeindetag im Vogelparadies Porta und eine Kanufahrt auf der Weser zum Beispiel. Auch die ersten drei Taufen sind bereits in 2001, dem ersten Jahr unseres Bestehens.

Jesus Christus möchte, dass wir seine Gute Nachricht weiterverbreiten. Wir jedoch sind noch ziemlich „unter uns“, neue Gäste und Mitglieder gewinnen wir durch persönliche Einladung. In der Gemeinde wird der Ruf vernommen, in diesem zweiten Jahr nach Gründung an die Öffentlichkeit zu gehen und Menschen für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen. Gästegottesdienste! Raus aus den Gemeinderäumen, an verschiedene Orte der Stadt, persönlich einladen und Menschen mitbringen, zu denen wir eine Beziehung aufbauen konnten. Mit Plakaten und Zeitungspräsenz zusätzlich einladen. – Der erste seiner Art wird quantitativ nicht der pralle Brüller, aber wir erreichen doch eine Menge Leute mehr als am „normalen“ Sonntagmorgen für die Gute Nachricht von Jesus Christus.
Auch das „Theaterstück zu Weihnachten“, das heute noch Tradition ist, wird schon ganz am Anfang der Gemeindegeschichte erstmals in Angriff genommen. „Vater Martin“: die Kulissen können wir in einer anderen Gemeinde ausborgen. Alles andere ist selbst gemacht. Ziemlich aufregend, erst wochenlang lernen, und üben, und dann – Auftritt. Unser kleiner Gottesdienstraum platzt aus allen Nähten. Viele werden sich noch daran erinnern, dass es ziemlich warm war , in den dicken Wintermänteln im engen Raum. Und hoffentlich erinnern sich noch alle an das tolle Stück, toll gespielt, mit der so wichtigen Aussage.

In den nächsten Jahren wächst unsere Gemeinde, neue Mitglieder kommen hinzu, Junge und Ältere werden getauft …

Hier nun einfach nur noch ein paar Spots, etwas willkürlich und sicher auch nicht sehr erschöpfend:
PRO CHRIST 2003: die Veranstaltung, die damals noch viele Menschen anzog, wird via Satellit ins Rehmer Bürgerhaus übertragen. Wir gehören zu den veranstaltenden Gemeinden. Willy Jäger wird im Vorprogramm interviewt und kann vom Glauben berichten.

PRO CHRIST FÜR KIDS: im Vorfeld gibt es eine Veranstaltung für Kinder, an der unsere Kindermitarbeiter beteiligt sind. Unsere Kinder führen die selbst erarbeitete Pantomime vom „bunten Schaf“ auf.
Im Herbst: ein paar Leute kommen auf die Idee, spontan herumzutelefonieren. 2 Stunden später trifft sich ein Großteil der Gemeinde zu einem Einfach-So-Beisammensein.
Advent 2003: Die unbekannten Leute in dem ehemaligen Fabrikgebäude öffnen ihre Türen. Zum Weihnachtsmarkt in Rehme tragen wir mit einem Basar bei, der in unseren Räumen stattfindet. Im Laufe des Tages „trauen“ sich immer mehr Rehmer, sich das mal anzuschauen, und wir können Kontakte zu den „Einheimischen“ des Dorfes knüpfen.
Sommer 2004: Wie ziehen um. Damit erfüllt sich ein Gebetsanliegen, das wir schon länger mit uns herumgetragen haben: sollen wir ein eigenes Haus erwerben oder nicht? Der Herr lenkt hier sichtbar unsere Wege: das Haus soll an eine nichtchristliche Religionsgemeinschaft verkauft werden, für uns ist der Zug abgefahren – da ändert der Verkäufer seine Meinung und wir können das Haus, sogar günstiger als ursprünglich angeboten, erwerben.
Wow, eine Gemeinde wächst zusammen! Was wir in dem folgenden halben Jahr alle zusammen hinbekommen haben! Im September steht das Gemeindehaus renoviert da und ist nicht mehr mit dem einstigen Bürgerhaus zu vergleichen. Im Oktober machen wir uns mit einem „Tag der offenen Tür“ in Volmerdingsen bekannt. Nach anfänglicher Scheu – „Ich dachte, ihr seid Weißrussen“ oder „Ihr habt uns unser Bürgerhaus weggenommen!“ – kommt es zu freundschaftlichen Kontakten mit den neuen Nachbarn.
Unsere „Einfach so“-Aktion: wir möchten unseren Nachbarn nicht nur ein Gemeindehaus vor die Nase setzen, sondern ihnen auch näherkommen. Die Idee: wir bieten eine Woche lang kleine Hilfen in Haus und Hof an, eben „einfach so“. Jeder Haushalt in Volmerdingsen bekommt einen einladenden Flyer, die Reaktion ist – 0. Wir sind den Volmerdingsenern wohl doch noch nicht so ganz geheuer. – Ein knappes Jahr später hat eine Jugendorganisation in Bad Oeynhausen mit dem gleichen Gedanken und entsprechender Zeitungswerbung für ganz Bad Oeynhausen doch noch Erfolg.
„Dschungel-Camp“: nein, nicht das!!! Für eine Woche sind unsere Kinder mit dem Dschungeldoktor unterwegs. Gemeindebibelwoche für unsere kids.
Unvergessen: die Gemeindefreizeiten. Auch die, bei der die Nähe der Geschwister besonders gut wahrgenommen werden konnte, weil es das ganze Wochenende über aus Kübeln goss und In-door angesagt war.
Weihnachtspäckchen: Anna hat die Aktion ins Leben gerufen, und Jahr für Jahr kommen irgendwie immer mehr Päckchen zusammen. Zu Beginn war es noch eine Gemeinschaftsaktion, die Päckchen selbst an einem Nachmittag in der Gemeinde zu packen. Mittlerweile sind es zu viele.
Männerfrühstück: ja, so was kann‘ s geben. Keine Dame wurde zugelassen, nicht mal zur Vorbereitung. Allerdings konnten heimlich Fotos nach draußen getragen werden, und das Fazit der Mädels nach dem ersten Treffen: mit der Deko haben es die Männer nicht so. Konter von den Männern: man könne ja mit Hammer und Zangen dekorieren. Ja, Frauenfrühstück gibt es auch.
Was haben Kinderbibeltage, Männerfrühstück und Frauenfrühstück gemeinsam? … … Genau! Neben Essen, Getränken, Spiel und Gemeinschaft geht es doch vor allem – um Gottes Plan in unserm Leben.
Gemeinschaft unter der Führung unseres Herrn: darum geht es auch in den Wohnzimmerabenden. Das Besondere: die gesamte Gemeinde trifft sich verteilt auf einige Häuser, und die Zusammensetzung ist immer neu gemischt. So lernt man plötzlich und unerwartet Geschwister kennen, die sonst ihren „Stammplatz“ auf der anderen Seite des Gemeindesaales haben.
Unterwegs: ja, und nicht nur auf Gemeindeausflug oder Gemeindefreizeiten! … Die Weihnachtspäckchen müssen ja auch an den Mann bzw. die Kinder gebracht werden, und es ist ein ganz besonderes Erlebnis, dabei sein zu dürfen. Das berichten zwei, die dabei waren und es wissen müssen ... Arbeitseinsätze in Weißrussland und der Ukraine, die daran erinnern, dass nicht alle so gut versorgt sind mit allem wie wir; und die zu neuen tiefen Beziehungen zu unseren Geschwistern in der Mission führen.
Futter: wer erinnert sich noch an das Predigt-Seminar? Wir sind nicht alle als Prediger, aber alle klüger und auf jeden Fall gesegnet da rausgekommen … oder die „7 Sendschreiben“ mit Jörg Fischer … oder das Islamseminar … Klarer Input
Lobpreis: immer! Ja, doch, unser Leben darf ein Lobpreis Gottes sein, ein Lobpreis für Gott. Und im Gottesdienst natürlich sowieso. Und dann noch „Siegeszug“! So heißt unser Karfreitagslobpreis ??? Lobpreis am Karfreitag? – Der gehört zur jüngeren Geschichte der GN-Gemeinde und dazu sag ich nichts. Das kann man schon im BLOG nachlesen.

Als Gemeinde, als einzelne Glieder dieser Gemeinde, haben wir in den letzten 15 Jahren eine wechselhafte Geschichte gehabt. Mit Höhen und Tiefen, mit Gemeindezuwachs und -verlusten; mit Fehlern, die vielleicht vermieden hätten werden können, anderen, die nicht zu vermeiden waren; mit vielen Fragezeichen, aber auch vielen Segnungen … Heute sind wir dabei, die Vision unserer Gemeinde, unser Leitbild, unseren Weg neu zu überdenken. Das ist nach 15 Jahren sicher dran. Wir sind dabei, und wünschen uns, dass wir auf dem Weg nie den Willen unseren Herrn überhören, übersehen. Wir wünschen uns, Seinen Willen zu tun, wir wünschen uns Brüder und Schwestern auf diesem Weg …
Unsere Gemeinde kannst Du heute erleben!

Alle Termine findest Du in unserem Kalender. Eine Übersicht über unsere regelmäßige Veranstaltungen kannst Du dir bei GNGerleben ansehen. Wir freuen uns auf Deinen Besuch.

Die ersten Gemeinderäume
Letzter Gottesdienst vor dem Umzug
Das Bürgerhaus Volmerdingsen
Renovierung 1
Renovierung 2
Gemeinsam sein 1
Gemeinsam sein 2
Eröffnung
Segen
Lobpreis
Segen 2
Erste Weihnachtspäckchenaktion
Eröffnung2
Segen 3
Lobpreis 2