…Dieser Satz ist uns allzu sehr bekannt!

Wir treffen uns zum Gottesdienst oder im Hauskreis, bereiten uns innerlich darauf vor und möchten erfahren, was Gott uns persönlich sagen will. Vielleicht denken wir noch ab und zu an die vergangene Woche, die so vollgepackt war mit Terminen und Pflichten, dass es uns schwerfällt, nicht an die Arbeit zu denken, die uns noch bevorsteht. Aber jetzt ist doch der Moment, wo ich mich vollkommen darauf einlassen will; wo ich alles stehen und liegen lasse, um mich voll und ganz dem Reden Gottes zuzuwenden.

Da kommt der Lobpreis doch gerade recht! Der Musikstil und die Stimme der Sänger gefällt mir sehr gut, auch die Texte sind ansprechend und ich kann mich hier wohlfühlen.

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Aber ist das alles?... Besteht Lobpreis bloß darin, ein paar Lieder zu singen und ein gutes Gefühl zu haben, während ich den Ballast des Alltages hinter mir lasse? Kommen wir als Gemeinde zusammen, um Lobpreis zu „machen“? Worin liegt der Antrieb?

„Ich ermahne euch nun, ihr Brüder (und Schwestern), angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ (Römer 12,1-2)

Womit fängt ein gottgewollter, wohlgefälliger Gottesdienst nun an? Mit UNS!

Dies war von Anfang an Gottes Plan und die Intention, als er uns geschaffen hat. Aufgrund seines Eingreifens in unser Leben sollen wir antworten mit Lob und Dank. Psalm 107,1-2 drückt dies sehr gut aus:

„‘Dankt dem HERRN, denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewiglich!‘ So sollen sagen die Erlösten des HERRN, die er erlöst hat aus der Hand des Bedrängers […].“

Wir sind Erlöste, befreit aus den Fängen der Sünde, und dürfen froh darüber sein, solch eine Gnade von Gott empfangen zu haben. Deshalb ermahnt uns Paulus auch, uns nicht dieser Welt anzupassen, sondern nach dem Willen Gottes zu streben. Sein gutgesinntes Handeln soll in uns eine Haltung des Dankes hervorrufen, da wir dadurch in der Lage sind, die Dinge in unserem Leben wertzuschätzen und eine beständige Hoffnung im Herzen zu tragen.

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Der Dank ist also ein Ausdruck darüber, dass Gott uns errettet und gute Gaben gegeben hat. Dabei sollte es jedoch nicht stehenbleiben! Wenn wir uns bloß auf die Gaben fixieren, verlieren wir bald den Geber aus dem Blickfeld.

Somit bekommt der Begriff „Lobpreis“ eine weitläufigere Bedeutung: Ich schaue nicht nur auf die Gaben, sondern auf den Geber. Dies soll jedoch losgelöst von meinen Gefühlen oder Erfahrungen sein, die ich aktuell in mir trage. Im Hebräerbrief lesen wir von einem „Opfer des Lobes“:

„Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen!“ (Hebräer 13,15)

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Im Alten Testament wurden Opfer regelmäßig durchgeführt. Und auch in diesem Vers sehen wir die Wichtigkeit der Beständigkeit des Lobes. Im Loben Gottes möchte ich sein Wesen bestaunen und seine Größe in die richtige Relation zu meinen Sorgen und Nöten setzen. Selbst in misslichen Lagen will ich mich also dafür entscheiden, Gott zu loben und ihm für seine Güte zu danken. Und in der Folge werde ich auch erkennen, welchen Segen ich davontragen werde und mein Glaube gestärkt wird.

Zwar ist Gott nicht abhängig von unserem Lob, aber er freut sich darüber, weil wir seine Kinder sind und ihm unendlich viel bedeuten. Trotz seiner unendlichen Größe ist Lobpreis das Einzige, was er sich nicht selbst geben kann. Doch er hat alles dafür getan, dass wir doch eigentlich nicht anders können, als mit Lobpreis zu antworten.

Um die anfänglichen Fragen aufzugreifen: Sicher kann sich Lobpreis in Form von Liedern und Gesang ausdrücken, und unter dieser Form ist uns dies weitestgehend bekannt. Lobpreis ist jedoch viel mehr als das! Es soll ein Ausdruck unseres Lebens sein, Gottes Wesen immer wieder zu bestaunen und uns darüber zu freuen, was er in unserem Leben getan hat und weiterhin tun wird. Lobpreis ist demnach ein Lebensstil; ein Zustand des ständigen Hoffens und des Bewusstseins, dass Gott handelt, auch wenn alles um mich herum zerfällt oder ich unter den Herausforderungen des Alltags zusammenbreche. Das erfüllt mich mit Freude und ich darf in Frieden leben, denn Gott sorgt für mich.

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!“ (Römer 15,13)

Im vielfältigen Lobpreis Gottes sollten wir als Gemeinde uns gegenseitig ermutigen, Gott in den Fokus zu stellen und ihn zu verehren, ganz egal, wie es aktuell um uns steht. Denn letztendendes geht es nicht um uns, sondern um unseren Herrn Jesus Christus, der sich aus Liebe für uns hingegeben und uns den Weg zum himmlischen Vater eröffnet hat. Dies ist ein wahrer Grund, Gott zu loben.

Ihr möchtet mit uns gemeinsam GOTT anbeten? Dann kommt am Sonntag um 11 Uhr zu uns zur GNGamSonntag.